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Einstieg in den eCommerce (nicht nur) zu Corona-Zeiten

Einstieg in den eCommerce (nicht nur) zu Corona-Zeiten

Schnell digitalisieren - das ist das Gebot in Corona-Zeiten. Vor kurzem habe ich ein Webinar für Bitkom durchgeführt mit dem Titel "Einzelhandel in Zeiten der Coronavirus-Krise", in dem ich viele Tipps aus meiner Erfahrung zusammengetragen habe. Hier sind die aus meiner Sicht wichtigsten Aspekte - egal, ob Sie ein eigenes Ladengeschäft haben und in die Welt des eCommerce einsteigen möchten oder Sie ein Webshop-Projekt starten oder ausbauen wollen.

Digitalisieren - worum geht es?

Zunächst sollten Sie sich fragen, ob Sie auch nach der Krise digital bleiben wollen. Ich kriege oft zu hören, "na klar!", aber viele stehen dann nicht wirklich dahinter. Ob Sie wegen der Krise notgedrungen digitalisieren müssen oder generell über Ihre Digitalisierung nachdenken, seien Sie sich bewusst: Digitalisierung bedeutet immer kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung.

Schwierig ist es, wenn man schon ein großes Produktportfolio hat, etwa als Einzelhändler. Hier zahlt es sich aus, beim Einstieg in die Online-Welt Schwerpunkte zu setzen und sich zunächst auf das Kernprodukt zu konzentrieren.

Und dieser Einstieg muss gar nicht so kompliziert sein. Beispiel Meder: Das Frankfurter Ladengeschäft verkauft Haushaltswaren, Spielwaren und Modellbau-Artikel. Das Kerngeschäft bedient den typischen "Samstags-Shopper" in der Stadt: Man geht in den Laden und stöbert, lässt sich inspirieren. In der Corona-Krise haben sie es geschafft, mit einer extrem leichtgewichtigen Digitalisierung dieses Erlebnis online zu bringen: Facebook-Werbung geschaltet, per Videochat durch den Laden geführt. So können beispielsweise Eltern Fragen stellen, wie sie ihre Kinder zu Hause beschäftigen. Damit wird die Kernkompetenz in die Online-Welt gebracht. Natürlich muss eine solche Maßnahme erst anlaufen, aber das Feedback war sehr positiv - und die Konversionsrate sehr hoch.

Ein anderes Beispiel für "Querdenken" bei der Digitalisierung: Ein Schuhladen in Delmenhorst hat die Schaufenster vollgestellt und die Schuhe mit Nummern versehen. Dann konnte man anrufen, bekam eine kompetente Beratung - etwa zur Größe im Vergleich zu anderen Schuhen - und konnte direkt bestellen. Sie sehen - manchmal braucht es für den "Online"-Handel gar keine Online-Tools! 

Ich empfehle, folgende Fragen zu klären:

  • Was wollen wir – wie sehr wollen wir digitalisieren? Das ganze Portfolio oder Fokus auf einem Teil?
  • Wer sind meine Kunden? Wie sind die digital unterwegs? In der aktuellen Zeit sind es vielleicht auch andere Fokusgruppen...
  • Wo stecke ich Energie rein? Es muss nicht immer der eigene Webshop sein. Was sind andere Plattformen, andere Onlineshops, Social Media etc., über die ich verkaufen kann?

Onlineshop-Tipps in Coronazeiten

Als Inspiration hier ein paar Tipps, die dabei helfen können, das Projekt "Webshop" richtig anzugehen, nicht nur in Corona-Zeiten:

  • Brauchen Sie überhaupt einen eigenen Webshop oder können Sie auch einfacher starten, etwa über Social Media oder andere Verkaufsplattform/Onlineshops? Manchmal kann es sinnvoll sein, erst einmal mit wenig Aufwand anzufangen.
  • Pflegen Sie Ihren Google Knowledge Graph? Das sind die Informationen bei Google, über die direkt Inhalte innerhalb der Suche angezeigt werden. Immer mehr Menschen klicken und kaufen Produkte direkt aus Google heraus.
  • Bleiben Sie transparent: Wie funktioniert Ihre Lieferkette, wer verdient an dem Produkt? Wenn jemand beispielsweise ein lokales Geschäft unterstützen möchte, Sie aber lediglich Produkte über ein Großhandelssystem weitervertreiben, ist das eventuell erklärungsbedürftig.
  • Halten Sie die Gestaltung so einfach wie möglich, gerade in der Krise. Kein Upselling, komplizierte Bestellvorgänge - dafür schnell und einfach.
  • Bieten Sie Bundling nur an, wenn Sie auch zusammen versenden können.
  • Verzichten Sie auf ein verpflichtendes Anlegen eines Kundenkontos, Newsletter-Default und Ähnliches.
  • Und natürlich: Die Shop-Performance muss stimmen!

Vieles davon gilt natürlich nicht nur zu Corona-Zeiten, aber vielleicht sind diese Punkte gerade jetzt besonders wichtig - und eine gute Motivation, den Einstieg in die Welt des Onlinehandels ernstzunehmen und richtig zu machen.

 

Webshop-Technologien: Die Qual der Wahl?

Anbieter für Webshops gibt es wie Sand am Meer - von "Zusammenklicken" bis zur Agentur, die Speziallösungen umsetzt. Hier finden Sie die wichtigsten Lösungen und was für oder gegen diese spricht.

1. Shop in der Website

Diese Lösung bietet sich dann an, wenn Sie eine bestehende Website haben, mit dessen System Sie gut zurechtkommen. Dann können Sie beispielsweise Systeme wie etwa Aimeos nutzen, die einen Shop in Ihre TYPO3-Website integrieren.

Webshop eCommerce externer Shop

2. Einen eigenständigen Webshop aufsetzen

Ein getrennter, eigener Webshop ist eine saubere Lösung - Sie können diesen von Grund auf neumachen und müssen sich nicht mit Kompatibilitäten zwischen den Systemen, komplexen Updates etc. herumschlagen. Allerdings ist der Übergang zwischen Website und Webshop für die Kunden oftmals schwierig. Hier müssen Sie ganz genau auf eine gute Benutzerführung, Erklärungen etc. achten, um das Problem zumindest abzumildern.

Eigenen Webshop aufsetzen - Vor- und Nachteile

3. Software-as-a-Service - Jimdo, Wix, Shopify & Co.

Diese Baukastensysteme erlauben es Ihnen, sich online einen Webshop "zusammenzuklicken" und bieten somit den schnellsten und einfachsten Start. Natürlich gibt es je nach System auch Beschränkungen - durchaus möglich, dass Sie mit dem Design unzufrieden sind, dass Ihnen eine wichtige Funktion fehlt, oder Sie Ihre Vorstellungen von Benutzerführung nicht vollständig umsetzen können. Doch der klare Vorteil ist die Schnelligkeit - und gerade in Corona-Zeiten muss es eben auch mal schnell gehen.

4. Vollintegrierte Lösung - seamless integration

Die mächtigste Lösung ist zweifellos die volle, nahtlose Integration eines Shopsystems in Ihr Website-System. In der Regel benötigen Sie dafür eine Agentur wie uns. Doch dann gibt es keine Grenzen: Ist Ihr Shop Content-getrieben uns Sie möchten Produkte direkt aus Artikeln und Inhalten heraus verkaufen? Kein Problem. Sie verkaufen digitale Bezahlinhalte, fahren ein "Freemium"-Modell und benötigen eine komplexe und automatisierte Rechte-Verwaltung? Oder Sie möchten einfach Website-Inhalte und Shop-Inhalte kombinieren für eine bestmögliche Benutzererfahrung? Solche und ähnliche Projekte lassen sich beispielsweise mit dem Open Source-Framework Sylius umsetzen - punkt.de ist offizieller Partner. Natürlich ist eine solche Lösung mit Aufwand verbunden und lässt sich nicht von heute auf morgen aufsetzen. Dafür gibt es maximale Flexibilität und nahezu alles ist möglich.

Marketing!

Marketing im eCommerce ist natürlich ein Thema für sich und kann hier nur angerissen werden. Auch hier können Sie zu Corona-Zeiten ausgetretene Pfade verlassen und beispielsweise schauen, welche Aktionen es in Lokalzeitungen gibt, denen Sie sich anschließen können. Weiterhin gibt es inzwischen viele Plattformen, die gerade den lokalen Handel unterstützen möchten - registrieren Sie sich ruhig überall, denn es gibt derzeit keinen "Platzhirsch" unter den Plattformen. Bei Jimdo finden Sie übrigens eine sehr nützliche Übersicht.

Egal, ob im persönlichen Kontakt oder per Video-Chat: Kommunikation findet immer statt, und damit auch die Möglichkeit der Mund-zu-Mund-Propaganda. Hier zahlt es sich aus, die Story "mundgerecht" aufzubereiten - was gibt es zu erzählen? Was ist die Geschichte hinter dem Shop, der Idee?

Last but not least noch ein Wort zum Social Media-Marketing: Auch zu Krisenzeiten heißt es hier, genau zu überlegen, wo man aktiv werden möchte, was sich wirklich lohnt und wie es mit dem Verhältnis von Kosten (Zeit und Geld) und Nutzen aussieht. Vor allem sollten Sie auch dort Ihrer Marke treu bleiben.

Social Media Marketing - Tipps für eCommerce

Ich hoffe, diese Tipps haben Sie inspiriert, gerade zu Corona-Zeiten einen guten Weg in Richtung Digitalisierung Ihres Geschäfts einzuschlagen und sich über die Punkte, die ich hier nur anreißen konnte, hinaus zu informieren. Bei Fragen sprechen Sie mich sehr gerne an!

eCommerce wird immer wichtiger - erst recht nach der Corona-Krise

eCommerce wird immer wichtiger - erst recht nach der Corona-Krise.

Autor: Fabian Stein

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